| Mit dem 16. Jahrhundert
wird das Fachwerk zunehmend kunstvoller und bunter,
zahlreiche mit Nasen versehenen Verstrebungsfiguren
verzieren die Fassaden.
Die Balkenköpfe werden mit bunten Schnitzereien
versehen, auch die Andreaskreuze werden immer beliebter,
die Mannfigur bildet sich aus.
Die Renaissance hält mit geschwungenen Giebeln,
sogenannten "Welschen Giebel" Einzug,
auch Erker sind gern genutztes Element. In den Schnitzereien
findet man häufig Elemente aus der Zeit der
Gotik.
Betrachten wir die Neuerungen en detail:
Im 16. Jahrhundert (bis ca. 1567) begegnen uns
immer noch die zu Ovalen gebogenen Hölzer.
Verstrebungsfiguren
Bei den Verstrebungsfiguren dominieren im ersten
Viertel des Jahrhunderts die geschwungenen Andreaskreuze.
Im Laufe des Jahrhunderts erhalten diese Kreuze
kleine Verdickungen, sogenannte Nasen. Nach ihrem
Aussehen bekommt diese Figur den Beinamen "Feuerbock".
In der zweiten Jahrhunderthälfte taucht er
in immer neuen Varianten auf.
Auch die geschwungenen Kopf- und Fußbänder
in den Fassaden zeigen immer häufiger diese
Nasen. Ab 1567 werden die Muster immer kunstvoller.
Bildbeispiele dazu finden Sie hier.
|
|
Schnitzereien
und Malereien
Geschnitzte Fassaden werden immer beliebter. Einige
der Balkenköpfe sind mit schönen Maskenschnitzereien
verziert. Aber auch Giebel, Eckständer und
die Erker erhalten geschnitzte oder gemalte Verschönerungen.
Auch hier dazu einige
Bildbeispiele.
Besprechung der Häuser in Stichworten
1500 bis 1549
Fleischgasse
2, Bischofsplatz
7, Fischmarkt
3,
Domplatz 7,
Fischmarkt 8,
Kornmarkt 3,
Fischmarkt
9, Domstrasse
12
1550 bis 1599
Plötze
14, Plötze
16, Plötze
19,
Brückengasse 9,
Kornmarkt
4/5,
Fleischgasse 14,
Nonnenmauer
7,
Salzgasse 13,
Salzgasse
21,
Kleine Rütsche
2, Fischmarkt
20,
Fleischgasse
12, Roßmarkt
1,
Barfüßerstraße 10,
Frankfurter
Strasse 6.
|