| Das Fachwerk
des 13. Jahrhunderts war zweckmäßig und
ohne das schmückende Beiwerk wie es in späteren
Jahrhunderten üblich wurde.
Sechs der noch erhaltenen Limburger Bauten stammen
aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich um die
Häuser
Rütsche 11 (1289),
Römer 2-4-6
(1289),
Kleine Rütsche 4
(1290),
Kolpingstrasse 6
(1291),
Rütsche 15 (1292)
Römer 1
(1296).
Im Laufe der Zeit wurden die Gebäude zum großen
Teil umgebaut, die Häuserfassaden verändert.
So ist den Fachwerkhäusern ihr Alter äußerlich
auf den ersten Blick nicht anzusehen.
Die Alterbestimmungen erfolgten zumeist durch dendrochronologische
Untersuchungen. Dabei werden die Jahresringe der
zum Häuserbau verwendeten Hölzer mit anderen
verglichen. In Jahren mit schlechtem Klima liegen
die Jahresringe enger zusammen als in Jahren mit
günstigem Klima.
Die wichtigste
Gemeinsamkeit der Limburger Fachwerkhäuser
aus dem 13. Jahrhundert ist, daß es sich
um sogenannte Ständerbauten handelt. Das bedeutet,
daß die Tragsäulen nicht mehr im Boden
eingegrabene oder eingespannte Pfosten sind (Pfostenbau),
sondern auf einer festen Unterlage stehende Ständer.
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Das Besondere an den Limburger Ständerbauten
ist die Tatsache, daß die Ständer nur
zum Teil in den Dachgebinden eingebunden waren.
Die übrigen Ständer waren als "Zwischenständer"
nicht mit den Dachgebinden verbunden.
Außerdem kann man an an einigen dieser Häuser
noch sogenannte Hängepfosten an der Fassade
sehen. Diese Hängepfosten stehen nicht auf
einer Schwelle, sondern hängen frei nach unten.
Besoners schön kann man das bei den Häusern
Römer 1, Kleine Rütsche 4 und Kolpingstrasse
6 (heute Bergstrasse 7) sehen.
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