Um
das Jahr 1219 starb Graf Friedrich von Leiningen.
Limburg ging als Erbe an Heinrich von Isenburg-Grenzau
über. Mitte des 13. Jahrhunderts teilen sich
seine Söhne Gerlach I. und Heinrich II. den
Besitz auf.
Allerdings besaßen diese Limburg nur als Lehen
und zwar zu je einem Drittel vom Reich, von Mainz
und von Hessen.
Eberhard von Isenburg, Bruder von Gerlach und Heinrich,
wurde im Jahre 1232 zum Stiftsprobst gewählt.
In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen mit
dem Erzbischof von Mainz. In diese Auseinandersetzungen
schaltete sich der Trierer Erzbischof ein. Sein
zunehmender Einfluß auf den Limburger Stift
führte im Jahre 1420 zur Übernahme der
Herrschaft über die Stadt Limburg.
Zwischen der Limburger Bürgerschaft und den
Isenburgern kam es immer wieder zu Spannungen und
Machtkämpfen.
1214 und 1243 hatten die Limburger ein eigenes Stadtsiegel.
Hingegen enthielt im Jahre 1224 eine städtische
Urkunde ein Siegel vom Stift, was auf den zeitweisen
Verlust der Selbständigkeit hindeutet.
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Trotz
dieser Auseinandersetzungen nahm die Stadt einen
raschen Aufschwung. So wurde Das Handwerkerviertel
wurde längs der Fleischgasse, an der unteren
Plötze sowie am Schießgraben und der
Löhrgasse ausgebaut.
Auch der Bau der Stadtmauer gehört in diese
Zeit.
In der Zeit zwischen 1248 und 1258 teilten sich
die Isenburger den Besitz. Gerlach I. von Isenburg
regierte die Stadt bis 1289. Er mußte 1279
jedoch zahlreiche Bürgerrechte anerkennen.
Gerlach I. fiel 1289 in einem Gefecht auf der Seite
des Kaisers Rudolf von Habsburg. Sein Sohn Johann
I. (wegen seines schlechten Augenlichtes "der
blinde Herr" genannt) hatte von 1289 bis 1312
die Herrschaft über Limburg. Johanns Schwager
Adolf von Nassau war von 1292 bis zu seinem Tod
in der Schlacht bei Göllheim (1298) deutscher
König.
In die Regierungszeit Johanns fällt die Gründung
eines Hospitals und des Wilhemitenklosters.
Im Jahre 1289 kam es durch den großen Stadtbrand
zu einem beträchtlichen Schaden für die
Stadt. Wesentliche Teile Limburgs wurden dadurch
vernichtet. Dank der wirtschaftlichen Bedeutung
konnte die Stadt binnen weniger Jahre fast vollständig
wieder aufgebaut werden.
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